Montag, 21. Mai 2018

Gefühle und Gedankenwirrwarr

Hey,
dieser Post soll einfach mal um meine Gefühle und ganzen Gedanken gehen. Ich bin nämlich gerade von meiner Pre-Return Orientation gekommen und kann gerade nicht voll kommen klar denken. Also dieser Post könnte etwas verwirrend werden.

Ich hab heute erst wieder realisiert, dass ich bald nach Hause muss. Ich hab noch 3 Woche Schule und dann so 3 Wochen Ferien bevor ich ende Juni wieder in Deutschland bin. Es hört sich länger an als es wirklich ist. Die Zeit hier rennt einfach so an mir vorbei. Ich kann nicht glauben, dass ich schon seit 283 Tagen (9 Monate) hier bin. Es fühlt sich so viel länger an. Es ist einfach mein Leben hier, mein 2. Leben besser gesagt, weil ich ja ein anderes Leben in Deutschland habe. Auch wenn ich irgendwann zu besuch komme wird es nicht das Gleiche sein, da bin ich mir so sicher. Ich wusste ja dass ich wieder nach Deutschland gehen werde, aber ich hätte nicht gedacht dass es so schwer werden könnte. Ich habe noch so 5 oder 6 Wochen und gerade wenn ich das hier schreibe habe ich schon Tränen in den Augen wenn ich nur über den Abschied denke. Wie kann es dann nur am Abschiedstag werden? Ich denke es wird schrecklich ehrlich gesagt. Ich werde wahrscheinlich so viel weinen wie ich mich kenne da ich so emotional bin. In diesen 9 Monaten habe ich so viele tolle Menschen/Freunde kennen gelernt. Und zu denen muss ich "Tschüss" sagen und weiß nicht ob ich sie je wieder sehen werde. Natürlich kann man sich besuchen, was ich auch definitiv machen möchte, ist es nicht so einfach. Da ist die Sache mit der Zeit und dem Geld. Aber wenn man etwas machen oder erreichen will muss man sich nur genug dafür anstrengen oder einfach kämpfen um es zu erreichen. 
Heute bei der Orientation hab ich realisiert dass ich diese Menschen nur so 5-7 mal gesehen habe bei Aktivitäten oder Orientations für ein paar Stunden aber man hat direkt einen guten Draht zu einander dadurch dass man die gleichen guten und schlechten Erfahrungen sammelt. Ich werde diese Mensche wirklich vermissen. Eins der schlimmsten Dinge die mir noch bevorstehen ist, dass ein guter Freund am 6.Juni wieder nach Hause (Kolumbien) fliegt und meine Beste Freundin geht am 12.Juni nach Hause. Der Abschied wird so schwer, weil wir sooo viel Zeit miteinander verbracht haben und auch noch verbringen werden. Manchmal sind wir wie 1 Person, wir mögen die gleichen Dinge, sind von den gleichen Menschen genervt und haben den gleichen Humor. Wir reden über alles, wirklich alles. Ich werde sie soo sehr vermissen. 
Ich werde einfach gefühlt einen Teil von mir hier in den USA, genauer gesagt in St.Paul Minnesota, lassen. Aber das ist okay. Ich weiß dass ich jeder Zeit zurück kommen kann und meine 2.Familie hier sein wird. Das ist ein super tolles Gefühl. 
Da ich weiß dass meine Familie und Freunde das hier lesen werde, eine Nachricht an euch: Denkt bloß nicht dass ich mich nicht auf euch freue, denn ich freue mich natürlich tierisch auf euch. 
Es ist alles so verwirrend. Auf der einen Seite will man nach Hause um Familie, Freunde und all das wieder zu haben aber man will auch nicht seine Familie und Freunde verlassen. Ich freu mich schon auf Umarmungen, denn Amerikaner sind nicht die größten Freunde von Umarmungen deswegen freu ich mich da schon drauf. 
All das und noch mehr schwirrt mir gerade im Kopf herum und ich hatte das Bedürfnis es aufzuschreiben und wollte euch mal an so einem Gedankenwirrwarr teilhaben lassen.
Falls zukünftige Austauschschüler das hier lesen: Ihr seht es ist nicht so einfach und perfekt wie es scheint, aber trotzdem eines der besten oder das beste Jahr was ich bisher hatte. Lasst euch nicht davon abschrecken und sammelt diese wunderbare Erfahrung. Ihr werdet es nicht bereuen. 

Dieser Post war jetzt mal kein Eintrag von Dingen die ich gelernt oder erlebt habe, aber wollte es einfach mit euch teilen.

XO Marie

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